Mittwoch, 27. Juli 2016

27.07.2016 - Panik

Was schmeckt die Journaille zur Zeit nicht? - Präsidentenwahl in Austria; Ukraine; Israel; Südamerika; Drogen; Grüne; SPD ... oder ...
 ... BILD: "Müssen wir uns an den Terror in Deutschland gewöhnen?" - Als ob die deutschen Geheimdienste die Attentate inszeniert haben. Damit die Deutsche sich schnell daran gewöhnen ... 

Grundsatz für kritische Journalisten:  "Offizielle Meldungen der Politik sind als Lüge anzusehen. Sollte sich bei der Recherche herausstellen, dass die Politik nicht gelogen hat, umso besser für die Demokratie."

Henryk M. Broder: "Keine Panik, wird uns jetzt zugerufen. Die Chance, bei einem Verkehrsunfall umzukommen, sei viel höher. Hat man das auch den Opfern des NSU-Terrors gesagt? Oder denen der Duisburger Loveparade? (…)

Wie kommen vernunftbegabte Menschen, die nicht mit Empathie geizen, wenn es um bedrohte Juchtenkäfer geht, dazu, solche Überlegungen anzustellen, die rechentechnisch richtig sein mögen, aber von einer Missachtung der Opfer zeugen, die eben das Pech hatten, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein? 

Hat irgendjemand nach der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade im Jahre 2010 den Angehörigen der 21 Toten zugerufen: "Stellt euch nicht so an! Das Risiko, im Straßenverkehr sein Leben zu verlieren, ist viel größer als die Aussicht, bei einer Techno-Fete zu Tode getrampelt zu werden"? Nicht einmal der gefühlloseste Banause hätte es gewagt, die neun Opfer der NSU-Terrorzelle ins Verhältnis zu der Zahl der Verkehrsopfer zu setzen. Und wenn, wäre er – zu Recht – in der Luft zerrissen worden."

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen