Samstag, 30. April 2016

30.04.2016 - Schminke

Lieber Jürgen, es war ein wunderschöner Abend, den heute "der Grüne und der Schwarze" (siehe Bild) zusammen in Künzelsau verbracht haben. Dabei ging es natürlich auch - neben vielen anderen Themen - um die gute alte Zeit bei Radio Regional mit Dir. Daher haben wir beschlossen, dich mit diesem Bild ganz herzlich zu grüßen. Deine Ex Praktikanten Matthias und Wolfram

Das ist aber sehr schön, vielen Dank für die Grüße  – und Euer Lachen zeigt mir, dass

Ihr besser seid als die neue Stuttgarter Koalition aus Grünschwarz ...

lieber Wolfram, lieber Matthias ... und Ihr habt ja auch keine gemeinen Liebhaberinnen ... vielen Dank für die lieben Zeilen und das Bild. 

Ich will ja jetzt kein Wutrentner sein, aber es ist Nacht – und lese und schau ins Internet ... aber diese derzeitige deutsche Politik der Union und ihre Vorsitzende, die FDJ-Sekretärin a. D. und Alternativlos-Schwätzerin aus dem evangelischen Pfarrershauses des roten Kasners, finde ich widerlich ... Sie ist ein grandiose Zumutung für Deutschland.

Wir sind wieder so weit: die anderen Ländern in Europa sollen am deutsche Wesen genesen - auch wenn sie nicht wollen...

Wenn ich täglich meine 9 Kilometer walke – dann ordnen sich meine wirren Gedanken, manchmal wünsche ich mir, nochmal 18 oder 20 sein... nicht um Bomben zu werfen, sondern um kraftvoll gegen diese Spießer- oder auch Biedermeier-Gesellschaft protestieren, gegen einen Staates zu kämpfen, das nach DDR-light schmeckt.

Aber dann lehne ich mich wieder zurück, und sage mir – so wie Thomas Mann in seinen Erzählungen das Deutschland des Fin de siècle beschreibt – so ist unsere Zeit ebenfalls.

Reich, hedonistisch, dekadent, pervers (zum Tiere-Ficken nach Dänemark, dort ist es nicht verboten, die Bauern vermieten ihre Tiere an die Touris – siehe WELT oben) ...

Siehe auch Thomas Manns Erzählungen – zum Beispiel “Tonio Kröger”, “Der Tod in Venedig”,”Der kleine Herr Friedemann”, etc..

Ein Produkt dieser lauwarmen Sphäre des Fin de siècle um 1900  – lese ich zum dritten Mal in meinem Leben – Arthur Koestler “Sonnenfinsternis”.

Sehr, sehr empfehlenswert. Ein Gespräch zwischen zwei Männern, Revolutionäre, die den Menschen ihren Himmel auf Erden aufbereiten wollen ... mit der Notwendigkeit des Erschießens von Nicht-Einsichtigen ... wie einst auch die Christen – als sie zur Staatsreligion in Rom / Byzanz wurden.

Aber jede Generationen müssen offenbar ihre Erfahrungen machen – ich habe bei meinen Vorfahren nachgeschaut bis um 1620 ... da war es ähnlich ... alle 30 bis 50 oder 70 Jahre gnadenlose Kriege ... manchmal denke ich, um es mit Ernst Jünger zu sagen, Krieg ist kein Unglück , sondern ein Naturereignis – und wir Menschen sind die natürlichen Mit-Erzeuger dieser Katastrophen – die Katastrophen für uns Menschen.

Man kann nichts, aber auch gar nichts dagegen machen, das sind heftige Stürme, Erdbeben, Gewitter  – oder um es anders zu formulieren – ich habe mir auch nicht aussuchen können,  aus welchem Loch ich bei meiner Geburt rauskrieche ... siehe Kurt Tucholsky.

Eben – Natur pur.

Siehe auch die deutschen Ökos bei der SS von Heinrich Himmler – der in fast allen KZ Kräuter-Gärtlein anlegen ließ. Wozu eigentlich??? Nur weil er Mörder war - und ein gesunde, stramme und sportliebende SS-Soldaten wollte – blond, blöd, blauäugig. Dabei kommen ja die echten Arier aus Persien!!!

Meine Mutter, die als 15-Jährige nach Berlin kam, um eine Lehre zu machen (weil sie in der Nazi-Provinz wegen ihrer nicht ganz arischen Mutter keine Lehrplatz bekam), dann einen Berufssoldat heiratete (der sie damit schütze im einigermaßen “liberalen” Berlin) -  und  1944 als 23-jährige Kriegerwitwe vor den Bomben aus Berlin floh ... meine Mutter sagte mir immer wieder: in Berlin haben SS-Ehefrauen und SS-Witwen in den Reformhäuser eingekauft – in kleinen Massen, die blonden deutschen Frauen mit dem strengen Blick -   mit Dutt, Röcken über dem Knie, ohne Schminke, ohne Seiden(Nylon-)strümpfen und flachen Schuhen.

Als ich 1985 in Paris bei französischen Freunden (damals begeistert von Mitterand) war, da erzählten die mit großen und erschreckten Augen von deutschen Aupair-Mädchen – jene Mädchen, die mit dem Dutt oder Zöpfen, Röcken über dem Knie, ohne BH, ohne Schminke, ohne Seiden(Nylon-)strümpfen und flachen Schuhen.

Und die Franzosen  lachten sich fast tot - über diese Wiederkehr der (grünen) deutschen Nazi-Mädchen.

OK – so warte ich ruhig ab, bis die blutigen Bürgerkriege aus Nahost und Afrika zu uns überschwappen. Aus den Gebieten, die einst zum (für mich wunderbarem) Römischen Reich gehörten – eine der Quellen unserer europäischen Kultur. Alles hat ihre Zeit - zum Untergang.

Gute Nacht – und eine erlebensreiche Zeit.
Viele Grüße Jürgen – und Danke nochmals... für Bild und Worte.

Freitag, 29. April 2016

29.04.2016 - Liebe

Liebe, Hass, verlassene Liebhaber und Liebhaberinnen decken ihre unglücklichen Verhältnissen auf (und machen sogenannte "glückliche" bürgerliche Polit-Ehen - mit und ohne Kindern - bei CDU und Grünen zum Witz) - dadurch kommt grünschwarze Politik im Ländle ins peinliche Schlingern und Rutschen ... Zur Freude zur "schwarzen Witwe" Kretschmann

WELT: „Nur Wolf steht bei der Südwest-CDU als Sieger fest - In die Verhandlungen über das erste grün-schwarze Bündnis platzt eine peinliche Grünen-Personalie. Auch die CDU bekommt heftige Kritik ab. Nur der gescheiterte Spitzenkandidat Wolf ist fein raus.

Der baden-württembergische CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Guido Wolf kämpft trotz Wahlschlappe weiter. Er verhandelt das grün-schwarze Bündnis mit und bekommt vielleicht sogar einen Ministerposten. Quelle: Die Welt

Das muss man Guido Wolf lassen: Der Ex-Landrat aus Tuttlingen mag ja im Wahlkampf der Südwest-CDU eine unglückliche Figur abgegeben haben. Aber direkt nach der Desaster-Landtagswahl in Baden-Württemberg hat der Mann mit der markanten Brille umso größere Kämpferqualitäten bewiesen, wenn auch vor allem in eigener Sache. Wäre Wolf nach dem Debakel am 13. März zurückgetreten, wie Stimmen auch aus der eigenen Partei laut forderten, dann wäre der Politiker mit dem Faible für selbst gedichtete Verse auf den hinteren Bänken des Parlaments verschwunden und damit in tiefer Bedeutungslosigkeit.“

Die deutschen Politik, vor allem die schwarz-rot-grüne Volksfront - vor allem FDJ-Sekretärin a. D. Angela Merkel, diskutiert Probleme nach dem Motto: "Wer will was Lebendigs erkennen und beschreiben, Sucht erst den Geist herauszutreiben, Dann hat er die Teile in seiner Hand, Fehlt, leider! nur das geistige Band." (Goethe, Faust I) - Siehe: Energie, Flüchtlinge, Automobile, Islam, etc. - Die Linken haben in der DDR ihren verbrecherischen Diktatur-Staat verloren - durch das rebellierende Volk; und in Westdeutschland haben die Linken sich einst durch dumpfe Gewerkschafter, linke Kirchenvertretern, Stasi-Spione für die DDR und RAF-Terroristen zur Null-Unterstützung im Volk reduziert. Und heute? Siehe SPD (12,7 %) und Linke (2,9 %) am 13.3.2016 im Ländle. Ihre Gewalt-Demos in Deutschland sind heute nichts als Gewalt gegen das Volk. Weil das sich nicht so will wie die Linken ...

Donnerstag, 28. April 2016

28.04.2016 - Blöde

Wie fast immer bei Stasi-IMs aus DDR und BRD - angeblich nur Rauch, nur Lügengespinst, etc. - Nach dem Brecht-Motto: "Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht - und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht." - Bei den linken Historie-Verdrehern (ähnlich wie bei den Nazis nach 1945) sehen wir heute in der Bundesrepublik: "Denn die DDR-Opfer sind im Dunkeln und die DDR-Täter sind im Licht - und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht." - Der Heilbronner OB war 1989 ein glühender Lafontaine-Anhänger und DDR-Versteher ... Lafontaine, der damalige SPD-Kanzler-Kandidat... der gnadenlos bei der Bundstagswahl 1990 verlor ...

Ulf Poschhardt, WELT: "Blöde Stimmen sind falsche Stimmen und damit auch nicht so richtig gut für ein ideales Staatswesen, das eigentlich nur in der Mitte oder links davon prosperieren kann. - Die "Heute Show" hat die Latte des Hysterischen ziemlich hoch gelegt und ein Wiener Schnitzel in Hakenkreuzform gepostet, mit dem irre abgefahrenen Spruch: "Österreicher wählen eben so, wie sie es vom Schnitzel her kennen: möglichst flach und schön braun." Flankiert wird der Digitalaktivismus durch anständige Abiturienten, die noch einmal darauf hinwiesen, dass es vor allem Leute ohne Matura waren, die Herrn Hofer gewählt haben. Da wird die Distinktion dann klassisch elitär und undemokratisch."

Mittwoch, 27. April 2016

27.04.2016 - Mythen

Wenn mir jemand erzählt, dass Leda, eine griechische Schönheit, der Göttervater Zeus in Gestalt eines Schwans genähert habe, um sie zu schwängern … und er behauptet, Geschichten (wie diese) aus der Griechische Sagenwelt seien keine Mythen und Legenden, sondern die pure Wahrheit, dann würde ich ihm sagen: Wenn Sie meinen, das sei so, OK. Ich werde aber nicht daran glauben – und ich würde auch deutlich sagen: Diese Geschichte kann ich nicht als reale, nicht überprüfbare Wahrheit anerkennen. Als Legende schon.

Wenn mir jemand erzählt, dass Maria (die jüdische Jungfrau aus der Bibel) Gott in Gestalt des Heiligen Geistes (im Leib einer Taube) genähert habe, um die Jungfrau zu schwängern, ohne dass sie körperlich/leiblich entjungfert wurde … und er behauptet dazu, diese Geschichten aus der christlichen Sagenwelt seien keine Mythen und Legenden, sondern würden die pure Wahrheit darstellen, dann würde ich ihm sagen: Wenn Sie meinen, das sei so, OK. Ich werde und kann aber nicht daran glauben – und um es auch deutlich zu sagen: Das kann ich nicht als reale, nicht überprüfbare Wahrheit anerkennen. Eins zu eins auf unsere Zeit übertragen, heißt das schlicht: Lächerlich, peinlich.

Wenn mir jemand erzählt, dass die Erde eine Scheibe sei … und er behauptet, diese Erkenntnis sei die pure Wahrheit, dann würde ich ihm sagen: Wenn Sie meinen, das sei so, OK. Ich werde aber nicht daran glauben – und um es auch deutlich sagen: Das kann ich nicht als reale, als überprüfbare Wahrheit anerkennen.

Wenn mir jemand erzählt, dass der Holocaust im Dritten Reich eine Lüge von Zionisten sei  … und er behauptet, diese Zionisten-(Lügen)-Geschichten  - der Holocaust - seien schon längst widerlegt, dann würde ich sagen: Wenn Sie meinen, das sei so, OK. Ich werde aber nicht daran glauben – und auch deutlich sagen: Die Holocaust-Lüge kann ich nicht als reale, als überprüfbare Wahrheit anerkennen. Ich kann mich irren - aber der Beweis für Holocaust-Lüge jedoch fehlt mir bisher...

Oder mit Voltaire zu sagen: „Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“

Dienstag, 26. April 2016

26.04.2016 - Basteln

Uiuiuioh ... Da springt einer wie von Tarantel gestochen im Interview-Viereck (mit der Südwest-Presse) herum - mit dumpfer "Demut" - gejagt von Schwarz- und Grün-Geistern ... und von der "schwarzen Witwe" Kretschmann, die Stück für Stück dabei ist, aus dem großen CDU-Vorsitzenden Thomas Strobl sich einen "kleinen Tom" zu basteln - wie zuvor einen kleinen Nils ...

Neueste INSA-Umfrage - bundesweit: Union 31 %; SPD 19,5 %; Grüne 14 %; AfD 13,5 %; Linke 10 %; FDP 8 %.

Einige "rotlackierte Nazis" müssen sich daran gewöhnen, dass wir in der Bundesrepublik eine bunte Parteienlandschaft bekommen ... und kein Sowjet-Deutschland (auch keine schwarz-rot-grüne Volksfront als Regierung - oder doch?).

Tichy-Kommentar: "Ist in einer Gesellschaft der Druck gut zu sein groß, so liegt Scheinheiligkeit nahe. Die ARD meint: Es ist ein ganz, ganz starkes Zeichen, dass der Papst zur Mitmenschlichkeit auffordert und 3 (drei!) Flüchtlingsfamilien in den Vatikan aufnimmt. Ganze 3 Familien werden voller Nächstenliebe bei den vatikanischen Hallen einquartiert.

Und die deutschen Kirchen fordern ungezügelte Flüchtlingsaufnahme. Es ist aber nicht bekannt, dass sie massenweise Emigranten in ihre Gemeindehäuser aufnehmen. Es ist eine jämmerliche Scheinheiligkeit der Kirchen, die uns von den Medien unterstützt, hier zugemutet wird.

Was würde Jesus dazu sagen? Matth 23, 4: "Sie bürden den Menschen große Lasten auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen. Mit allem, was sie tun, stellen sie sich zur Schau. Ihr Schlangenbrut! Wie wollt ihr Gottes Gericht und der Hölle entrinnen?"



FAZ-Kommentar: "Kaum war die Kunde vom FPÖ-Triumph nach Berlin gedrungen, forderte der SPD-Vorsitzende Gabriel „alle demokratischen Kräfte“ dazu auf, sich hinter den „demokratischen“ Präsidentschaftskandidaten Van der Bellen zu stellen. Den Sieger der ersten Runde, Hofer, erklärte der deutsche Vizekanzler damit ohne viel Federlesens zum Undemokraten – wie auch die Wähler, die für ihn stimmten."

Montag, 25. April 2016

25.04.2016 - Olymp

Komisch... Ich habe den SPIEGEL seit meinem 16. Lebensjahr gelesen - später auch SPIEGEL-online. Eine Zeit lang war das sogar ein MUSS.
 

Seit Jahren schon bekomme ich immer stärker den Eindruck, der SPIEGEL ist immer beleidigt - von ihren Lesern - und auch mit den Deutschen überhaupt.
Warum? Die SPIEGEL-Leser, vielleicht auch die Deutschen, sind nicht so gestrickt wie die SPEGEL-Redaktion sich ihre Deutsche wünscht - und auch nicht so tapfer politisch wählt, wie es sich SPIEGEL das in seinem Oberstübchen vorstellt.
 

Die einst linksliberalen und kritischen, heute rotrotgrünen SPIEGEL-Kommentare prügeln auf ihre Leser ein - wie eine hysterische Gouvernante aus dem 19.Jahrhundert.
 

Der schlimmste der Prügler heißt Jakob Augstein, der Sohn, der mit goldenen Löffeln im Maul geboren ist. Vater Rudolf Augstein hat diesen Bastard akzeptiert. Denn der natürliche Vater ist Martin Walser vom Bodensee.
 

Jakob Augstein macht immer den Eindruck, dass er sauer ist darüber, dass nicht alle Menschen - vor allem ihre Leser - so klug, so wissend und so reich sind wie er - und auch noch merken, dass das mit der Klugheit und dem Wissen nicht stimmt.
 

Und dazu - Jakob Augstein kann ja nichts dafür, dass er durch seinen Vater Rudolf Augstein nur den Beruf "Sohn" erhalten hat - und dass er durch seinen leiblichen Vater, der Schriftsteller Martin Walser, leider nicht zum deutschen geistigen Olymp aufgestiegen ist.
 

Deshalb hat er sich einen anderen Beruf zugelegt:
Journalistische Gouvernante Deutschlands - beim SPIEGEL, und nebenbei Verleger des FREITAGs. Eine Zeitung, die fast niemand liest.


Wie sagte mir ein Hamburger Journalist lachend: Prächtige und wilde Champagner-Partys auf Sylt feiern, das ist noch kein beeindruckender und kluger Journalismus ...

Sonntag, 24. April 2016

24.04.2016 - Hetzer

FAZ: Katholischer Pfarrer „Die AfD ist der Zwilling der Islamisten“ - Ein katholischer Pfarrer greift die AfD-Politiker Gauland und von Storch für ihre massive Islamkritik an. Ihre Äußerungen hätten „volksverhetzenden Charakter“. AfD-Chef Meuthen reagiert: „Das ist pervers.“ - Der Stadtdekan der katholischen Kirche in Stuttgart, Christian Hermes, hat den islamkritischen Kurs der Alternative für Deutschland (AfD) äußerst scharf angegriffen. (…)

Der politische Hass dieses katholischen Priesters aus Stuttgart erinnert mich an den Hass der katholischen Kirche vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert - gegen Galileo Galilei, gegen Ketzer und gegen die Aufklärung u.a.

Und dieser Priester erinnern mich auch ein wenig an den stalinistischen Polit-Kommissar in Arthur Koestlers „Sonnenfinsternis“ … dort geht es um das "Gespräch" des Jung-Kommissar mit dem Alt-Bolschewist, der nicht der Linie der kommunistischen Partei folgt - ohne es richtig zu merken. 

In seinen "Verhören" wird sehr deutlich klar macht, dass der Altbolschewist ein Konterrevolutionär sei - weil er nicht die neue Linie der Partei zu deutlich vertritt - bevor der erschossen wurde (kommunistische NOTWENDIGKEIT)… 

Wie einst bei der Kirche, in den todwürdige Sünder grausamst verhört wurde – bis sie verbrannt wurden. 

Schlicht: Partei = Kirche = grün-rote-schwarze Volksfront.
 

Der Stuttgarter Priester ein Demokrat? Ein wirklicher Demokrat? Ein demokratischer Priester nach Voltaire ("Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."), ein christlicher Aufklärer? Wahrlich, wahrlich nicht … sondern ein unchristlicher Hetzer...

Samstag, 23. April 2016

23.04.2016 - Wichtig

Schriftsteller, Dichter, Regisseure, Politiker, etc. 

Ich frage mich oft, was ich so mag und was nicht ...

Warum liebe ich den Schriftsteller Henry James, warum bewundere ich Ernst Jünger, warum habe ich einst gern Thomas Mann gelesen, aber nicht besonders gemocht ...

Goethe als Lyriker mag ich, nicht als Theaterautor. Schiller ist mir gleichgültig. 

Heinrich von Kleist bringt mich zum Glühen - da ist Sex, Erotik und Zärtlichkeit in der Sprache.

Wichtig sind mir Gottfried Keller, Theodor Storm, Eduard Mörike, Gerhart Hauptmann.

Warum staune ich nahezu täglich William Shakespeare an? 

Warum ist mir Ingmar Bergman mit seinen Filmen so nahe, warum kann ich immer herzlich wieder über Billy Wilder lachen ...

Politiker, die mich immer wieder beeindrucken? Ich finde Menschen wichtig - wie Alexander, Caesar, Augustus, Hadrian, Napoleon...

Verabscheue Luther, Gustav Adolf, Friedrich II, Bismarck, Marx, Lenin, Stalin, Hitler, Mao, Nixon, ...

Religionsstifter wie Moses, Jesus, Mohamed, etc. finde ich gelegentlich sehr, sehr fragwürdig ...

Freitag, 22. April 2016

22.04.2016 - Gespräch

JF: Welcher hirnverbrannte Depp hat eigentlich damals die Ossis aus Ihrem Käfig gelassen? Hinter der Mauer waren die ja noch unter Kontrolle. Und nun? Nix als Ärger mit diesen hirnlosen Dumpfbacken.

JDU:  Die Ostdeutschen haben wenigsten1989 eine deutsche Revolution hingekriegt - eine Diktatur gekillt - und am 17. Juni 1953 einen Volksaufstand gegen die "rotlackierten Nazis" angezettelt (alles Ereignisse, auf die wir in ganz Deutschland stolz sein sollten) ... die Westdeutschen ließen sich 1945 nur "befreien" - von drei Alliierten - und waren danach niemals Nazis gewesen, alles vergessen ...und die deutschen Linken sind heute noch auf die Deutschen insgesamt sauer, weil sie sich nicht selbständig von den Nazis befreit hatten - und keine Partisanen waren wie einst die Italiener ...(sie wie jetzt die Türken, die momentan alle Stämme/Clans/Familien im alten Osmanischen Reichs befreien).

SW:  Wie haben sich die Ossis in den Aufnahmelagern verhalten? Da gibt es interessante Berichte drüber, nämlich genauso wie heute die Flüchtlinge. Sie waren auch nicht besser. Man sollte sowieso um einige Ostbundesländer eine neue Mauer bauen, denn sie hätten kein Problem damit, da sie damit aufgewachsen sind. In Sachsen sind mind. 50 Prozent braune Rassisten, incl. Polizei und Justiz.

JDU:  Komisch - ein Franzose käme nie auf eine derart schwachsinnige Idee, Engländer auch nicht, die Polen ebenfalls ... in so manchem Deutschen steckt halt noch viel vom SS- und NSDAP-Großvater ... von einer inhumanen Diktatur ... Naja - die Deutschen sind ja Spezialisten in Diktaturen. Zwei in einem Jahrhundert - das macht uns in Europa niemand nach. 
JF: Ich bin mit einem geteilten Deutschland groß geworden. Ehrlich gesagt - das war für mich ok. Gegen Gesamtdeutschland hab ich auch nichts - sofern es passt. Das tut's in vielen Dingen nicht. Gesamtdeutschland kam zu schnell. Da hätte es bedeutend mehr Zeit gebraucht, die ich diesen braunen Deppen gerne geben würde.

JDU:  Deutschland ist wie es ist. Ein schwieriges Vaterland. Zwei Diktaturen - mit psychisch-verkrüppelten Menschen, die grausame Verbrechen begangen haben. Und dazu ihre Kinder und deren Nachfahren, die falsch erzogen und falsch denken - Nazis und Kommunisten. Die Diktaturen-Denke und -Suppe ist jeden Tag messbar in Deutschland ... siehe die Diktatur-Puppe Kanzlerin Merkel, die will: Europa soll nach dem deutschen Wesen genesen ... das ist Hitler-Krieg pur, nur nicht mit Kriegswaffen ... der gleiche Geist. Siehe "Kurt Tucholsky: Der Primus" ("Der Deutsche gleicht unserm Primus in der Klasse").

JF: Nö, nö...

JDU: Ich verfolge bei youtube sehr aktive Leute (Amerikaner und Engländer) , sehr , sehr interessante Leute, sehr aktiv, die jede Woche von ihrem Leben erzählen (3 bis 6 Minuten lang pro Film) ... und da schimmert ein wunderbares naives National-Bewusstsein durch (trotz der vielen grausamen Völker-Verbrechen, trotz der vielen Kriege, etc.) - die haben ein ungebrochenes Nationalbewusstsein ... siehe Queen (obwohl die fast Deutsche ist.

Donnerstag, 21. April 2016

21.04.2016 - Naiver Nationalstolz

Ich bewundere immer wieder Großbritannien - mit ihrem naiven Nationalstolz ihrer Bevölkerung. Obwohl - den Nationalstolz gibt eigentlich ja nicht ... Denn Engländer sind Engländer - und eine stolze Nation. Die Schotten sind auch stolz auf ihre Nation. Die Waliser sind ebenfalls eine Nation. Und erst die Iren - terrormäßig geübt - noch geteilt - aber sehr, sehr stolz. Und sehr trinkfest. Ein wunderbares Volk. Und alle diese Völker haben blutig - bis ins 20. Jahrhundert hinein - gegen die Engländer gekämpft. 

Wie die vielen Völker, Stämme, Clans, Familien im Osmanischen Reich gegen die Türken blutig gekämpft haben - bis ins 20. Jahrhundert hinein. Siehe den grausamen und türkischen Völkermord in Armenien. Daher der hysterische türkische Nationalstolz, den man heute nur mit einer verwirrten und kranken Psyche erklären kann.
Fast so wie in Deutschland. Wir haben ein negatives National-Bewusstsein. Manche wollen eine Mauer gegenüber Ostdeutschland wieder aufbauen …

Dabei sollten wir stolz sein …


Mittwoch, 20. April 2016

20.04.2016 - Minimieren

SÜDDEUTSCHE: "Der grüne Wahlsieger von Baden-Württemberg, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, hat die Ämterteilung bei den Grünen scharf kritisiert. Die Lehre aus seinem Erfolg bei der Landtagswahl am 13. März sei, dass die Wähler eine eindeutige Personalisierung wollten, sagte Kretschmann in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung."
 

Wahlsieger Kretschmann? Seine Partei hat in Baden-Württemberg keine Mehrheit am 13. März 2016 bekommen. Vor der Wahl hatte Kretschmann mit den Sozen zusammen eine Mehrheit im Landtag, nach der Wahl nicht mehr. 

Die CDU will eine Koalition mit den Grünen - auf Befehl Angela Merkel - Ausführender Thomas Strobl. Damit die CDU in fünf Jahren im Ländle um die 20 Prozent bekommt. 

Neuer grüner Ministerpräsident in fünf Jahren dann: Boris Palmer. Grüne vielleicht um die 40 Prozent. 

Die "schwarze Witwe" Kretschmann kriegt das schon hin. Denn - den kleinen Nils hat er minimiert, und den kleinen Tom demnächst - in diesem Theater..

Dienstag, 19. April 2016

19.04.2016 - Muslime



In Deutschland soll die islamische Religion von gewissen Parteien verunglimpft sein – gerade der Islam, die tolerante, gewaltlose, frauen-freundliche, schwulen-freundliche, friedliche Religion … die Muslime Deutschlands (und vor allem ihre Funktionäre) wehren sich gegen diesen Hass und diese Verfolgung … so wie die Christen sich gegen muslimischen Hass und Verfolgung in der Türkei, Irak, Syrien, Iran, Saudi-Arabien, Ägypten, Pakistan wehren … (ist das nun Satire oder gar Sarkasmus?)

BILD gestern: "Nicht die AfD hat den Islam zur Ideologie erklärt, wie es nun heißt. Der Islam ist de facto (auch) eine Ideologie. Er wird in den beiden einflussreichsten Staaten der islamischen Welt (Iran und Saudi-Arabien) und in nahezu allen anderen islamischen Ländern nicht nur als Staatsreligion, sondern auch als Gesetzbuch und politische Leitlinie interpretiert und gelebt."

Montag, 18. April 2016

18.04.2016 - Ja oder Nein

Beschneidung - JA oder NEIN?
Wenn erwachsene Menschen, weiblichen oder männlichen Geschlechts, FREIWILLIG sich genital beschneiden lassen wollen (von einem Arzt), dann ist nichts dagegen zu sagen. Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg. Ob in Deutschland - oder im Ausland.
Wenn aber Kleinkinder (ob weiblichen oder männlichen Geschlechts), die keinen eigenen Willen haben - unmündig sind, aus religiösen Gründen (mit Zwang) genital beschnitten werden, so ist das ein VERBRECHEN.
Wer sich FREIWILLIG aus religiösen Gründen an seinem Geschlechtsorgangan beschneiden lassen will, der kann es tun - wenn er/sie das 16. Lebensjahr überschritten hat ...

Sonntag, 17. April 2016

17.04.2016 - Abhängigkeit

"Zwei von drei Deutschen finden es nicht richtig, dass Kanzlerin Merkel der Justiz ein zusätzliches Strafverfahren gegen den Satiriker Böhmermann erlaubt hat. Selbst unter den Anhängern der CDU ist die Zustimmung gering." (FAZ) .....

Gewaltenteilung heißt nicht, dass die Exekutive (Merkel) Befehle ausgibt ... und zuvor dazu auch noch Werte-Urteile über ZDF-Komikern abgibt ...

Durch Auslassungen von Tatsachen und Argumenten, das ist die Propaganda der Nazis und Kommunisten, Agitprop und Antifa ... das Volk hat - die Umfrage zeigt es - ein gutes Gespür dafür ...

Übrigens - es gibt wunderbare und kluge Journalisten in Deutschland (nicht nur ideologische Dumpfbacken!!) ---- wie Henryk M. Broder, Constantin Schreiber, Jan Fleischhauer, Stefan Aust, Hugo Müller-Vogg, Ulf Poschardt, Jürgen Kaube, Gerhard Stadelmaier, Roland Tichy, Berthold Kohler, Daniel Deckers, Don Alphanso, etc. - lesenswert ...

Die deutsche Böhmermann-Politik ist ein Merkel-Politik-Skandal: Die „Sunday Times“ aus London greift die Kritik an Merkel auf. Dass Erdogan in der Flüchtlingskrise ein wichtiger Partner der Europäischen Union ist, zugleich aber Kritiker unerbittlich verfolgt und vor Gericht zerrt, sieht die Zeitung als „gefährliche Abhängigkeit“.

Dazu zitiert die „Times“ aus einem Kommentar von BILD-Herausgeber Kai Diekmann den Satz: „Wie sehr hat sich die Kanzlerin in die Hand Erdogans begeben, dass es ihr nicht mehr möglich war, Haltung zu beweisen und ein unmissverständliches Zeichen für den Wert von Meinungs- und Pressefreiheit zu setzen?“

Samstag, 16. April 2016

16.04.2016 - Eid gebrochen

Der Geschäftsführer des TV-Senders Tele 5, Kai Blasberg, fordert als Reaktion auf die Entscheidung der Bundesregierung, die Strafverfolgung für Jan Böhmermann zuzulassen, den Rückritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel. In einem Beitrag für die "Huffington Post" schreibt er unter der Überschrift "Frau Merkel, treten Sie zurück!": "Ihre Haltungslosigkeit in allen Fragen des menschlichen Miteinanders, Ihre Opferbereitschaft zu Kernwerten unseres Zusammenhalts, Ihr fassungslos machender Opportunismus und Ihre krankhafte Kotauitis samt Ihres gesamten offenbar von allen guten Geistern verlassenen Stabes lassen mir den Mund offen stehen. Als Chef eines Senders, der Heimat vieler Komödianten ist, deren Beruf es mit sich bringt, sich regelmäßig in allen denkbaren Geschmacksschubladen zu vergreifen, fühle ich mich am heutigen Tag ungeschützt. Sie haben einen Eid darauf gegeben, uns Kraft Ihres Amtes zu schützen. Diesen Eid haben Sie gebrochen."

Constantin Schreiber, Grimme-Preisträger (in seinem SPIEGEL-Kommentar): "... Wenn jetzt Kanzlerin und Union in jedem Halbsatz betonen, sie stehen zu den Grundrechten in Deutschland, ist das nur lächerlich: Das ist doch wohl das Mindeste! Wenn man so eine Selbstverständlichkeit überhaupt aussprechen muss, wird klar: Hier läuft was schief. Im ersten Semester meines Jurastudiums habe ich gelernt, dass Menschenrechte universell sind. Zumindest gehen wir bei uns in Deutschland davon aus. Die deutsche Regierung aber offenbar nicht. Angela Merkel sollte sich fragen, ob sie die "Medal of Freedom" wirklich verdient hat. Vielleicht wäre es angemessen und ehrlich, sie lieber wieder abzugeben."

Freitag, 15. April 2016

15.04.2016 - Dudelfunk

Harry Mergel
Oberbürgermeister
Rathaus – Marktplatz 7
74024 Heilbronn
15. April 2016

Betrifft: Ihre Rede bei der Eröffnung des neuen Studio von Radio TON am 14.04.2016

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ich habe gehört, dass Sie in Ihrer Rede vor der Radio-TON-Mannschaft und den geladenen Gästen zur Eröffnung des neuen Studios auf die Anfänge von Radio Regional Heilbronn im Jahre 1987 kamen.

Und von der Mannschaft 1987 erwähnten Sie die Namen Frank Dignaß und Jürgen Dieter Ueckert. Und dass wir damals stundenlang Sendungen präsentiert haben – zum Beispiel über das Theater.

Auch wenn Sie offenbar neckisch den Eindruck vermitteln wollten, wir wären nur eine Gruppe von dummen und provinziellen Deppen, die sich dilettierend am privaten  Radio versuchten (im Gegensatz zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk – wie Sie damals mit großer Liebe deutlich machten), so habe ich in meiner Erinnerung, dass wir durch unsere Arbeit dem öffentlich-rechtlichen Radio bei uns in Baden-Württemberg heftig Kopfschmerzen bereitet hatten.

Meine Kontakte zum SDR hatten mir das immer wieder durchaus glaubhaft vermittelt.

Denn - ich hatte seit 1974 beim Südfunk ein Praktikum gemacht. Danach hatte ich in  Stuttgart beim SDR  eine Sprecherausbildung bekommen  - und in vielen SDR-Seminaren das Rundfunk-Geschäft  von der Pike an kennengelernt. Ich habe bis 1987 beim Süddeutschen Rundfunk gearbeitet – und das sehr gern.

Ich bin jedoch auch gern zu Radio-Regional-Heilbronn gegangen, weil ich in meinem Arbeitsleben liebte, „Neuland“ zu erobern. Und ich freute mich 1987 darauf, als einer der Pioniere beim Erschaffen der Privat-Radio-Landschaft in Deutschland mitarbeiten zu dürfen.

Das war jene Zeit, in der Sozialdemokraten und Gewerkschaften verbittert gegen die Veränderungen bei den Ladenschlusszeiten, gegen die erste Postreform (1989 – zuvor: kein Telefongerät erwerben, nur mieten, etc.) und  gegen die Veranstaltungen von privaten Radio- und Fernseh-Sendungen, bzw. gegen Einrichtungen von privaten  Radio- und TV- Gesellschaften gekämpft hatten. Reste des deutschen Obrigkeitsstaates, der seine Bürger als unmündige Kinder behandelt – wie eine gestrenge Gouvernante.

Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie Sie gegen diese notwendigen Reformen als sozialdemokratischer Politiker zu Felde zogen.

Bei Radio-Regional-Heilbronn wurden mit einer sehr kleinen Mannschaft jeden Tag von montags bis freitags drei aktuelle journalistisch-aufbereitete Magazine angeboten (7 bis 8 Uhr, 12 bis 14 Uhr, 17 bis 20 Uhr), samstags von 7 bis 8 Uhr, 12 bis 14, 18 bis 20 Uhr, sonntags von 18 bis 20 Uhr.

Journalismus im Privatradio? Das war keineswegs selbstverständlich – in der neuen Privat-Radio-Landschaft Deutschlands. Diesen Radio-Journalismus verdankten wir „unsere Mutter“, das Verlagshaus Heilbronner Stimme, in der Verleger Frank Distelbarth entschieden darauf achtete, dass kein Dudelfunk bei Radio-Regional-Heilbronn entstehen konnte.

Zum Radio-Journalismus von Radio-Regional-Heilbronn gehört auch: die Redaktion präsentierte stündlich eine Fünf -Minuten-Nachrichten-Sendung, zur halben Stunde Regionalnachrichten von zweieinhalb Minuten – und eine Zehn-Minuten-Zusammenfassung der wichtigsten Meldungen des Tages gegen 22 Uhr.

Samstags wurde eine Stunde lang eine (aus journalistischer Sicht) interessante Person in der Region im Radio-Gespräch vorgestellt – mit vier Gesprächsöffnungen von drei bis vier Minuten.

Und sonntags wurde von 11 bis 13 Uhr ein journalistischer Stammtisch gesendet, eine Sendung, in der aktuelle Themen (Politik, Sport, Kultur, Wirtschaft, etc.) mit drei bis vier Fachleuten diskutiert wurden. Pro Sende-Stunde vier Gesprächs-Öffnungen von jeweils vier Minuten.

Donnerstags hatten wir eine spezielle Musik-Sendung, in der auch Musical-Songs (oder andere, nicht alltägliche Songs aus dem üblichen Radio- Musikwelt-Brei) präsentiert wurden.

Durchsetzt wurden diese Musical-Sendungen (zum Beispiel) zu aktuellen Inszenierungen mit Interviews mit Schauspielern, Technikern, Musikern oder Regisseuren aus den Theatern – entweder vom Stadttheater Heilbronn, von den Freilichtspielen Schwäbisch Hall oder den Burgfestspielen Jagsthausen.

Wenn Sie in Ihrer launischen Rede uns als Voll-Deppen dargestellt haben, die stundenlang mit ewig langen (Theater-)Sendungen die Hörern gequält haben – ohne Komma und Punkt sozusagen -  kurz gesagt: ohne professionelles Können - dann ist das (so scheint mir) eine bewusst-beleidigend formulierte Bemerkung zur Radio-Regional-Mannschaft von damals.

Ich weiß, Sie sind und waren ein Fan und Freund des heutigen SWR-Staatsrundfunks (einst SDR oder SWF), des öffentlich-rechtliche Rundfunks  - als Mitglied der (ehemaligen Volkspartei) SPD.

Und Sie sahen damals als glühender Lafontaine-Freund und emotionaler Sympathisant des SED-ZKs  (im Jahre 1989) im privaten Rundfunk einen verkappten Agent des wirtschaftlichen Kapitals in Deutschland. Ich erinnere mich sehr genau an Gesprächen mit Ihnen.

Um das Bild aus dieser Zeit zu benutzen:

Heute sind Sie der wichtigste und politisch-mächtigste Agent des deutschen Kapitals in unserer Stadt. Das ist wichtig. Und benötigt ein stabiles und belastbares Werte-Gerüst. Gerade in unseren verwirrenden Zeitläufen.

Wir kleine Provinz-Radio-Redakteure fühlten uns damals jedoch nicht niemandes Knecht oder Sklave.

Für uns Redakteure galt damals der Hanns-Joachim-Friedrichs -Satz als Credo:  Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein.“

Viele Journalisten haben diesen ehrenwerten Grundsatz offenbar heutzutage vergessen.

Aber ich bin zuversichtlich – wir haben in Deutschland wunderbare und ehrliche Journalisten, auf die ich mich in ihrem kritischen Journalismus (seit Jahren schon) verlassen kann:

Henryk M. Broder, Jan Fleischhauer, Constantin Schreiber, Stefan Aust, Hugo Müller-Vogg, Ulf Poschardt, Jürgen Kaube, Gerhard Stadelmaier, Roland Tichy, Berthold Kohler, Daniel Deckers, Don Alphanso, etc.

Um einige wichtige deutsche Journalisten zu nennen.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Dieter Ueckert

PS: Grundlage für unsere Arbeit bei Radio-Regional-Heilbronn war der Leitfaden, den ich erarbeiten durfte. Siehe der Mail-Anhang.