Dienstag, 26. Juli 2016

26.07.2016 - Eben

Ich habe immer Angst vor Spießern. Denn sie haben KZs bewacht, waren in Gestapo tätig, in die Stasi und auch in der Volkspolizei (von denen ich als Fünfjähriger mit Mutter und Schwester in Oranienburg eine Nacht verhaftet wurde, abtransportiert ins alte KZ, morgens gegen 4 Uhr frei, etc.), bei unseren Geheimdiensten ... 

Die Spießer wollen – wie meine Lumpen-Genossen in der Künzelsauer SPD 1968, alle Gastarbeiter rausschmeißen ... auch meinen spanischen Freund Julio Rondo (der heute Kunst -Professor in Berlin ist)

Was mich irritiert, das ist das Aufkeimen meine Erinnerung an meine Jugend, als ein junger Mann ... bis zum 60.

Der Gegensatz zwischen meinem Alter – und zur jungen Generation. Das macht sehr deutlich ... das laute Flattern der Flügel von schwarzen Vögeln ...

Auch in meinen alten Meinungen und krummen Haltungen zum Heute.

Für mich war es ja auch ...  nur ein Erinnerung, dieser Film  ... als hätte ich den “Werther” nochmals gelesen.

Oder Hesses “Unterm Rad”, Musils “Die Verwirrungen des Zöglings Törleß”, Manns “Tonio Kröger” oder Salinger “Der Fänger im Roggen” ... das waren für mich die Fackeln in meiner jugendlichen Nacht... Alles vorbei – und vergessen 

Das alles hat mich  wild erinnert – in diesem Film, bei denen die Hautdarsteller, die tragischen Träger des Geschehens, in ihrer Personendramatik im Gegensatz zur Geschehensdramatik ...

Da tummeln sich schon – wie bei Shakespeare – die derben Rüpeln und dumpfen Handwerker in komischen Szenen (wie im Sommernachtstraum) ...

Siehe auch “Sturm und Drang” - von Goethe richtig erkannt - Shakespeare ist eine pure und neu zu erobernde Drama-Natürlichkeit...

Eben ... die Engländer und Amerikaner habe ein großes und grandioses Handwerk in der Dramatik auf Bühne, Musical und Film entwickelt ...

und wenn man das analysiert, dann ist man erstaunt – wie ich immer wieder ... 

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