Ich
habe immer
Angst vor Spießern. Denn sie haben KZs bewacht, waren in Gestapo tätig,
in die
Stasi und auch in der Volkspolizei (von denen ich als Fünfjähriger mit
Mutter
und Schwester in Oranienburg eine Nacht verhaftet wurde, abtransportiert
ins alte KZ, morgens gegen 4 Uhr frei, etc.), bei unseren
Geheimdiensten ...
Die Spießer wollen – wie meine Lumpen-Genossen in der Künzelsauer SPD 1968, alle
Gastarbeiter rausschmeißen ... auch meinen spanischen Freund Julio Rondo (der
heute Kunst -Professor in Berlin ist)
Was
mich irritiert, das ist das Aufkeimen meine Erinnerung an meine Jugend, als ein
junger Mann ... bis zum 60.
Der
Gegensatz zwischen meinem Alter – und zur jungen Generation. Das macht sehr
deutlich ... das laute Flattern der Flügel von schwarzen Vögeln ...
Auch in
meinen alten Meinungen und krummen Haltungen zum Heute.
Für
mich war es ja auch ... nur ein Erinnerung, dieser Film ... als
hätte ich den “Werther” nochmals gelesen.
Oder Hesses
“Unterm Rad”, Musils “Die Verwirrungen des Zöglings Törleß”, Manns “Tonio
Kröger” oder Salinger “Der Fänger im Roggen” ... das waren für mich die Fackeln in
meiner jugendlichen Nacht... Alles vorbei – und vergessen
Das alles hat
mich wild erinnert – in diesem Film, bei denen die Hautdarsteller, die
tragischen Träger des Geschehens, in ihrer Personendramatik im Gegensatz zur
Geschehensdramatik ...
Da tummeln
sich schon – wie bei Shakespeare – die derben Rüpeln und dumpfen Handwerker in
komischen Szenen (wie im Sommernachtstraum) ...
Siehe auch “Sturm
und Drang” - von Goethe richtig erkannt - Shakespeare ist eine pure und neu zu
erobernde Drama-Natürlichkeit...
Eben ... die
Engländer und Amerikaner habe ein großes und grandioses Handwerk in der
Dramatik auf Bühne, Musical und Film entwickelt ...
und wenn man
das analysiert, dann ist man erstaunt – wie ich immer wieder ...
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