Brian Faust (I)
Der ehrliche Mephisto ist in diese TV-Serie der schöne Brian Kinney, der die Hetero-Gesellschaft hasst.
Der ehrliche Mephisto ist in diese TV-Serie der schöne Brian Kinney, der die Hetero-Gesellschaft hasst.
"...macht süchtig!" so die Kritik des Boston
Globe über die amerikanische TV-Serie "Queer As Folk".
Und mit dieser Aussage kann ich nur zustimmen. Aber nicht nur Schwule und Lesben macht die TV-Serie süchtig – auch Heteros…
Und mit dieser Aussage kann ich nur zustimmen. Aber nicht nur Schwule und Lesben macht die TV-Serie süchtig – auch Heteros…
Vor allem Gale Harold als Darsteller des
Hauptdarstellers Brian Kinney - ich habe selten eine so intensive und
wunderbare Darstellung gesehen - reduziert auf das Notwendige und Richtige in
Gesten, Mimik, Pausen, Gängen, von Laut nach Leise in der Stimme - und
umgekehrt ... vor allem in der Originalsprache Englisch zum Weinen
und Jubeln schön. So wird der Charakter des Brian plastisch und intensiv und
fast direkt persönlich - wie eine Liebesdroge. In seiner tragischen Sex-Sucht.
Der Gurken-Milliardär George, der als alter Mann endlich seine Schwulität leben kann, sagte über Brian Kinney, als er ihm vorgestellt wurde:
"Oh Brien - nach dem, was mir Emmett erzählt hat, sind Sie aus der Liebe zwischen James Dean und Ayn Rand entsprungen."
Der Gurken-Milliardär George, der als alter Mann endlich seine Schwulität leben kann, sagte über Brian Kinney, als er ihm vorgestellt wurde:
"Oh Brien - nach dem, was mir Emmett erzählt hat, sind Sie aus der Liebe zwischen James Dean und Ayn Rand entsprungen."
Der Hauptdarsteller Brian ist nach dem Teufel Mephisto
in Goethes „Faust“ geschaffen („Ein Teil von jener Kraft, Die stets das
Böse will und stets das Gute schafft.“). Er ist gleichzeitig die Doppelfigur
Mephisto/Faust, der auch sein Gretchen bekommt (in diesem Fall der 17jährige
Justin Taylor, eine „Jungfrau“).
Jedoch schafft Brian es nicht, seinen Freund
Justin zu zerstören – obwohl die Gesellschaft, die ihn umgibt, das stark
vermutet.
Dieser Faust/Brian hat einen Sex-Charakter, gefüttert mit Sehnsüchten und
Drogen. Im Faust heißt es: "Ihn sättigt keine Lust, ihm g’nügt kein
Glück"
Wenn er in seinem Sex - durch Drogen gesteigert – den
Kick-Moment erreicht hat, zu dem er sagen könnte „Verweile doch! Du bist so
schön!“, dann gibt es keinen Teufel, der ihn in die Hölle holt. Dort ist er
schon – er lebt auf Erden, in den USA. Er ist in seinem schwul-lesbischen
Freundeskreis in Pittsburgh der wahrliche Peter Pan. Bei ihm werden
Märchenträume wahr.
Dieser Brian glaubt selbstverständlich nicht an Gott, er ist weder
christlich noch jüdisch oder gar muslemisch. Er glaubt höchstens nur an sich -
und an die Vernunft. Und er ist überhaupt nicht „politisch korrekt“.
Brian verachtet den Hetero-Sex – und behauptet von
sich selbst, er sei heterophob. Als
Reaktion auf die homophoben US-Spießer.
Er liebt - so nebenbei und intensiv - italienische
Marken-Mode, er bewundert die Bauhaus-Möbel aus Deutschland und Italien – und
er hat eine schwule Konfession...
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