Mittwoch, 6. Juli 2016

06.07.2016 - Queer As Folk (2)

Die erste, zweite und dritte Staffel von „Queer As Folk“  sind sehr witzig, erfrischend ironisch mit schönen Sarkasmus-Spitzen auf die beiden Spießer-Welten, die Hetero- und  gepasste Schwulen-Gesellschaft, dramaturgisch schön und klug gekonnt gestrickt, mit schauspielerischen Glanzlichter-Leistungen.

Vor allem Gale Harold als Darsteller des Hauptdarstellers Brian Kinney - ich habe selten einen intensive und wunderbare Darstellung - reduziert auf das notwendige in Gesten, Mimik  ... in der Originalsprache Englisch zum Weinen und Jubeln schön. So wird der Charakter des Brian plastisch und intensiv - wie eine Liebesdroge. 

Aber die Staffeln 4 und 5 sind vom Drehbuch her eine teilweise grauenvollen Zumutung. Als ob fundamentalistische Funktionäre der Schwul- und Lesbenbewegung an den Drehbüchern mitgestrickt und hineingeschmiert hätten.

Vor allem in der Staffel 5 war kaum politisch-schwule Spießer-Propaganda zu sehen und zu hören. So kann man auch eine sehr erfolgreiche TV-Serie an die Wand fahren – bzw. zerstören. 

Gott sei Dank wurde die Produktion dieser abgestürzten TV-Serie „Queer As Folk“ dann eingestellt. 

Aber das ist oft so – wenn sich ein Projekt sehr erfolgreich herausstellt, da wollen hysterische Hyänen ihren vermeintlichen Teil vom Erfolg herausreißen - und damit zerstören sie das Projekt. So auch bei Queer A Folks. Eigentlich sehr, sehr, sehr schade.

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