Kuba ist eine widerliche
kommunistische Militär-Diktatur, angeführt vom Castro-Clan und der
militärischen und sozialistische Mafia ... Kampf gegen diese
unmenschliche Diktatur ... Fidel Castro, der Schlächter von Havanna, ist
tot - nach Stalin, Tito, Mao der letzte der blutrünstigen
sozialistische Menschenschlächter - auch wenn seine sozialistischen Fans
das mit Salsa und Zigarrenromantik überpinseln wollten. Er ließ
politische Gegner und Schwule verfolgen,
einkerkern und erschiessen / ermorden ... das war sein "Sozialismus",
den deutschen Linken und Sozis heute beklatschen ... einfach widerlich.
"Man hat errechnet, dass kaum ein lebender Mensch, und jedenfalls kein
historischer Staatsmann, jemals einen solch betäubenden Schwall
gesprochener Worte über seine Subjekte ausgegossen hat. Tausende,
vielleicht Zehntausende öffentlicher Reden, die minimal zwei und maximal
zwölf Stunden dauerten und stets Züge einer Performance trugen, dazu
eine Unzahl auf ihn zugeschnittener Fernsehdiskussionen,
Pressekonferenzen oder Parteiversammlungen, waren keine folkloristische
Spezialität eines begnadeten Alleindarstellers, sondern eine
Herrschaftsmethode neuen Typs. Das rednerische Brio faschistischer Duces
und lateinamerikanischer Caudillos kombinierte sich darin mit der
organisierten Fröhlichkeit staatssozialistischer Massenaufmärsche und
mit den exzessiv genutzten Methoden einer modernen Telekratie.
(...)
Der Übergang zum Sozialismus war für den radikalen Nationalisten
Castro, mehr noch als für alle übrigen linksrevolutionären Führer des
20. Jahrhunderts, vor allem ein Mittel zur Akkumulation von Macht durch
die Konzentration aller menschlichen und materiellen Ressourcen seines
Landes in den Händen eines völlig auf ihn zugeschnittenen Partei- und
Staatsapparats. Als er im Dezember 1961 in einem sorgsam inszenierten,
live übertragenen Auftritt seinem Volk eröffnete, dass er inzwischen ein
überzeugter Marxist-Leninist geworden sei, identifizierte er seinen
idealtypisch nachkonstruierten Bildungsroman unmittelbar mit dem
Schicksal des Landes."
Der Revolutionskitsch rund um Castro und
seinen Paladin Che Guevara übertönte von Beginn an alle
offensichtlichen Verbrechen: die Hinrichtungen, die Folterungen und
Inhaftierung engster Weggefährten wie Huber Matos. Die Demütigung von
Intellektuellen wie Heberto Padilla, die Kampagnen gegen Systemkritiker
und Schwule, die grassierende Armut und Unfreiheit, die Hunderttausende
Kubaner ins Exil trieben – all das blieb im Westen nicht haften an
diesem charismatischen Führer.
Die
schwer angeschlagene Linke des Westens - vor allem die deutschen
Kaschmirlinken - benötigte damals dringend einen „Máximo Líder“. Stalins
millionenfache Morde waren nicht mehr zu leugnen; in Budapest hatten
sowjetische Panzer gewütet. Da kam dieser grinsende Hüne von seiner
tropischen Zuckerrohrinsel gerade recht. Castro hat von Anfang an
begriffen, dass dieses Image als exotischer Revoluzzer seine Rettung
war.
Sein ganzes Leben lang hat er sich in den Posen des
Dschungelkämpfers wiederholt, der mit dem Arm durchs Gestrüpp die
Richtung zum Sieg weist. Beim ersten Staatsbesuch in der Sowjetunion
genießt er sichtlich den Moment, wie er sich vor dem verdutzten
Chruschtschow eine phallische Riesenzigarre anzündet. Die Botschaft:
Seht her, Revolution kann so sexy sein!
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