Mittwoch, 2. November 2016

03.11.2016 - Oscar Wilde

Milo Yiannopoulos (32), schwul, Republikaner ... er ist die lauteste Stimme einer jungen Generation, die sich dagegen wehrt, dass man ihr für ihre Abneigung gegenüber dem Feminismus, der PC-Kultur, der Globalisierung, dem Islam oder dem ihrer Meinung nach übertriebenen Mitleid für Minderheiten ein schlechtes Gewissen macht.
 

Der schwule und selbstbewusste Milos hat seine Tour "The Dangerous Fagot Tour" genannt, die "Tour der gefährlichen Schwuchtel". In großen Buchstaben steht der Name neben seinem lächelnden Gesicht am Tourbus. 

In seinen Auftritten macht er sich mit großem Augenaufschlag über Lesben lustig, mit übertrieben exaltiertem Gehabe über Feministinnen, über sich selbst und die liberalen Eliten. Dazu präsentiert er Fakten, Statistiken und immer wieder die eine Lösung: Donald Trump. 

Das Ganze ist verpackt in einen ironischen Stand-up-Comedian-Ton. Nur wenn Yiannopoulos vor den Gefahren des Islams warnt, wird er ernst. Nach dem Vortrag in Texas sagt einer der Besucher: "Milo ist der Provokateur, der wir gerne sein wollen. Er ist interessant und skandalös. Milo ist unser Oscar Wilde."

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