Dienstag, 8. November 2016

08.11.2016 - Verlieren



Auch die FAZ hat diese WAHL verloren Kaputte "Umfragen" und schweigende Mehrheiten haben Hillary Clinton die Niederlage gebracht. Zu sicher waren sich alle, dass die Umfragen die reale Situation spiegeln und dass Trumps Verhalten ihm das Rückgrat brechen würde. ... 

Ausmaß der political correctness, das in Deutschland herrscht, ist nur ein Schatten gegen die Zustände in den USA - im einst freiesten Land der Welt. An den Universitäten terrorisieren fanatische Randgruppen, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken, die Mehrheit der Studenten. Es gibt inzwischen ganze Handbücher mit Wörtern oder Ausdrücken, die man nicht mehr benutzen darf, weil irgendjemand sich beleidigt fühlen könnte. 

Statt dessen werden absurde Formulierungen vorgeschrieben, die an die "Jahresendflügelfigur" der ehemaligen DDR erinnern. Die Reden von Donald Trump mit ihren unverblümten Ausdrücken, die bei uns als rüpelhaft empfunden wurden, müssen in den USA wie das Sprengen von Ketten, wie das Ablegen von Augenbinden, wie ein Windhauch der Freiheit empfunden worden sein. Deshalb auch der unerwartet große Zuspruch von Leuten, die eben nicht zu den "Ungebildeten" zählen. Wann wird bei uns jemand mit der gleichen Furchtlosigkeit die Dinge beim Namen nennen? ... 

Wer klatscht in den Kneipen ... "Man konnte immer genau vorhersagen, wer bei Trump-Siegesmeldungen klatscht. Es waren die Leute, die nach körperlicher Arbeit aussehen, Leute mit Tätowierungen, die Frauen ein bisschen zu stark geschminkt, die Männer ein bisschen zu dick oder zu muskelbepackt, die mit den zu kurzen Röcken und mit den geschmacklosen T-Shirts, Leute, die wissen, dass sie für die da oben der Abschaum sind, das blöde Stimmvieh, und die wissen, dass ihre Stimme die einzige Antwort ist, die die diese verdammten Arschlöcher verstehen."

Mit Trumps Sieg hat die fast absolute Mehrheit der linksliberalen Medien in USA ihre Würde und ihre neutrale Haltung im Wahlkampf verloren ... weil ihre korrupten Journalisten sich für einen Präsidenten-Kandidaten gemein gemacht hatten ... die große Journalisten-Sünde in einer westlichen Demokratie:
 
„Das hab’ ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.“
Hanns Joachim Friedrichs

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