Geschirrspülmaschinen-Gedanken...
Nein, kein neuer Geschirrspüler de luxe, nein – wahrlich.
Ich habe 1985
die ersten GESCHIRRSPÜLMASCHINE gekauft – weil ich zu faul bin, zu spülen. Schon
damals. In der Rauchstraße 80. Heilbronns.
Ich lese lieber - oder
schreibe lieber - oder fernsehe lieber- statt spülen – dementsprechend sah
immer meine Küche aus.
Dreckig. Und das hasse ich. Grauenvoll.
In
Künzelsau mussten wir Schüler Geschirr und Schüsseln und Teller spülen und
abtrocknen (täglich die
Fressgeschirr von 120 bis 150 Leuten, ein bis
eineinhalb Stunden) ... auch für Gartenabeiten, etc. waren wir
eingeteilt.
FRONARBEIT. Die Schule war in der Nazi eine
nationalsozialistische Elite-Schule, in der blonde und blauäugige und sportliche
Arier gezüchtet werden.
Flink wie Windhund zäh wie Leder und hart wie
Krupp-Stahl – wie der Führer zu sagen pflegte.
Das war damals in
Künzelsau noch Tradition ... das war gut – wir wurden kräftig geschlagen. Ins
Gesicht auch. Ich vor allem, weil ein freches Maul hatte.
Wie sah die
Organisation der Arbeit in einem KZ, im Gulag oder russischen Gefangenenlagern
aus – mit tausenden Gefangenen?
War immer meine Frage.
Ich habe mal
nachgelesen. Die Bewacher waren völlig überfordert (das gehörte zum System),
wenn Gefangenen rebellierten.Sie schlagen zu – oder töteten.
Oder ließen
durch Arbeit töten. Das war bei den Griechen, Ägyptern und bei Römern auch so.
Bis hin zu den Sklaven.
Töten. Als Warnung für die anderen und eventuell
Rebellen-Gefangenen. Das ist normal in Gefangenen-Lagern.
International.
Wir in Künzelsauer Seminar haben nicht rebellierten. Wir
waren deutsch. Heute allerdings nicht mehr.
Wie sah ich in der
Kultursendung in der ARD Sonntag so schön in einer Filmbesprechung:
da
vergewaltigt eine Mutter ihren Sohn jahrelang ...
der Vater seine Töchter
...
die Großväter seine Enkeln ...
das ist jetzt deutsche
KULTUR.
Manche sagen: Mit dieser Kultur soll Deutschland abgeschafft
werden. Bewusst. Ganz bewußt. Ideologie-mäßig.
Als ich – journalistisch
am Anfang – aus Gerichtsprozessen berichtete, da sagte ich mir bei den Prozessen
über Kindervergewaltigung durch Verwandten ...
Durch die Scham, der
gesellschaftliche Widerstand gegen die widerliche Tat und das Ausstoßen aus der
Gesellschaft ist es wahrlich besser, wenn der Täter sich umbringen würden -
besser für sich, ihre Verwandtschaft, die Familie und die gesamte Gesellschaft.
Aber es geht ja nur um spülen ... bei mir ... Ich habe in Künzelsau
aber ein Widerstand gegen die Dienstmädchen-Arbeiten entwickelt.
Freiheit
war für mich, die Spülarbeit nicht mehr zu tun.
Deshalb – der neue
GESCHIRRSPÜLER. Der alte funktionierte nicht mehr, war TOT.
Der
Siemens-Kundendienst-Mensch sagte mir, die Reparatur an dem sechs Jahre alten
Gerät kostet rund 250 Euro – ohne Garantie für andere Teile, die demnächst
kaputt gehen können.
Eine neue Maschine kostet 450 Euro – mit zwei Jahren
Garantie.
Kurz überlegt. Und gehandelt.
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