Mittwoch, 23. November 2016

22.11.2016 - Spülen

Geschirrspülmaschinen-Gedanken...

Nein, kein neuer Geschirrspüler de luxe, nein – wahrlich.

Ich habe 1985 die ersten GESCHIRRSPÜLMASCHINE gekauft – weil ich zu faul bin, zu spülen. Schon damals. In der Rauchstraße 80. Heilbronns.

Ich lese lieber - oder schreibe lieber - oder fernsehe lieber-  statt spülen – dementsprechend sah immer meine Küche aus.
Dreckig. Und das hasse ich. Grauenvoll.

In Künzelsau mussten wir Schüler Geschirr und Schüsseln und Teller spülen und abtrocknen (täglich die
Fressgeschirr von 120 bis 150 Leuten, ein bis eineinhalb Stunden)  ... auch für  Gartenabeiten, etc. waren wir eingeteilt.

FRONARBEIT. Die Schule war in der Nazi eine nationalsozialistische Elite-Schule, in der blonde und blauäugige und sportliche Arier gezüchtet werden.
Flink wie Windhund zäh wie Leder und hart wie Krupp-Stahl – wie der Führer zu sagen pflegte.

Das war damals  in Künzelsau noch Tradition ... das war gut – wir wurden kräftig geschlagen. Ins Gesicht auch. Ich vor allem, weil ein freches Maul hatte.

Wie sah die Organisation der Arbeit in einem KZ, im Gulag oder russischen Gefangenenlagern aus – mit tausenden Gefangenen?
War immer meine Frage.

Ich habe mal nachgelesen. Die Bewacher waren völlig überfordert (das gehörte zum  System), wenn Gefangenen rebellierten.Sie schlagen zu – oder töteten.

Oder ließen durch Arbeit töten. Das war bei den Griechen, Ägyptern und bei Römern auch so. Bis hin zu den Sklaven.

Töten. Als Warnung für die anderen und eventuell Rebellen-Gefangenen. Das ist normal in Gefangenen-Lagern. International.

Wir in Künzelsauer Seminar haben nicht rebellierten. Wir waren deutsch. Heute allerdings nicht mehr.

Wie sah ich in der Kultursendung in der ARD Sonntag so schön in einer Filmbesprechung:
da vergewaltigt eine Mutter ihren Sohn jahrelang ...
der Vater seine Töchter ...
die Großväter seine Enkeln ...
das ist jetzt deutsche KULTUR.

Manche sagen: Mit dieser Kultur soll Deutschland abgeschafft werden. Bewusst. Ganz bewußt. Ideologie-mäßig.

Als ich – journalistisch am Anfang – aus Gerichtsprozessen berichtete, da sagte ich mir bei den Prozessen über Kindervergewaltigung durch Verwandten ...

Durch die Scham, der gesellschaftliche Widerstand gegen die widerliche Tat  und das Ausstoßen aus der Gesellschaft ist es wahrlich besser, wenn der Täter sich umbringen würden - besser für sich, ihre Verwandtschaft, die Familie und die gesamte Gesellschaft.

Aber es geht ja nur um spülen ... bei mir ... Ich habe in Künzelsau aber  ein Widerstand gegen die Dienstmädchen-Arbeiten entwickelt.
Freiheit war für mich, die Spülarbeit  nicht mehr zu tun.

Deshalb – der neue GESCHIRRSPÜLER. Der alte funktionierte nicht mehr, war TOT.

Der Siemens-Kundendienst-Mensch sagte mir,  die Reparatur an dem sechs Jahre alten Gerät kostet rund 250 Euro – ohne Garantie für andere Teile, die demnächst kaputt gehen können.

Eine neue Maschine kostet 450 Euro – mit zwei Jahren Garantie.
Kurz überlegt. Und gehandelt.

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