Diese Inszenierung habe ich jetzt dreimal gesehen – wahrlich -
ein wunderbares Opernfest... das ist
europäische-italienische-deutsche Kultur, für die ich sehr gern kämpfe – auch
mit Waffen...
L'elisir
d'amore - Gaetano Donizetti - 2005
"Interpreten"
Adina - Anna Netrebko
Nemorino - Rolando Villazón
Belcore - Leo Nucci
Dulcamara - Ildebrando D' Arcangelo
Giannetta - Inna Los
Trumpet Player - Konrad Monsberger
Dulcamara's Servant - Michael Burggasser
"Musik"
Orchester der Wiener Staatsoper
Chor der Wiener Staatsoper
Bühnenorchester der Wiener Staatsoper
Adina - Anna Netrebko
Nemorino - Rolando Villazón
Belcore - Leo Nucci
Dulcamara - Ildebrando D' Arcangelo
Giannetta - Inna Los
Trumpet Player - Konrad Monsberger
Dulcamara's Servant - Michael Burggasser
"Musik"
Orchester der Wiener Staatsoper
Chor der Wiener Staatsoper
Bühnenorchester der Wiener Staatsoper
Ditigent Alfred Eschwé
Inszenierung Otto Schenk
"L'Elisir d' Amore"
"L'Elisir d' Amore"
Nie zuvor waren die beiden Superstars Anna
Netrebko und Rolando Villazón gemeinsam auf einer Opernbühne Europas zu
erleben, aber im April 2005 hatte das Warten der Opernfans ein Ende: Anna
Netrebko und Rolando Villazón triumphierten in Donizettis hinreißender
Liebeskomödie "Der Liebestrank", gefeiert mit Standing Ovations. Das
Publikum der Wiener Staatsoper erlebte eine absolute Sternstunde, und gleich am
nächsten Tag konstatierte auch die Presse wie aus einem Munde: Ein neues
Traumpaar der Oper ist geboren!
Anna Netrebko, "eine strahlend schöne
Adina voll kühlem Charme und Liebreiz, zeigt ihre makellos schöne, perfekt
geführte Sopranstimme. Ihre Höhe ist edel, die Koloraturen funkeln".
Rolando Villazón "legt verführerische Tenorsüße und Schwerblütigkeit in die
Partie des Nemorino". Nach Nemorinos berühmter Arie "Una furtiva
lagrima" jubelte das Publikum so begeistert los, dass Rolando Villazón das
Stück gleich noch einmal singen musste, eine absolute Rarität an der Wiener
Staatsoper
...
Bemerkungen
Das Besondere an diesem Mitschnitt aus dem
Jahre 2005 ist, dass das "Operntraumpaar" des beginnenden 21.
Jahrhunderts in einer ganz normalen Repertoirevorstellung von Donizettis
"Liebestrank" an der Wiener Staatsoper zu erleben ist. Das heißt:
keine medial ge-hypte Neuinszenierung mit dem Versuch neuer Sichtweisen,
sondern italienische Spieloper pur in der Inszenierung Otto Schenks in Bildern
von Jürgen Rose aus dem Jahr 1980.
Der komödiantisch-naturalistische Zugang Schenks zum "Liebestrank"
ist einer neuen Regiegeneration möglicherweise suspekt, bietet aber in diesem
Fall ein optimales Vehikel, das den Künstler(inne)n ausreichend Möglichkeiten
und Raum zur Entfaltung bietet. Und den nutzen sie - (nach ein paar
Stellproben) mit hinreißendem Improvisationstalent.
Star des Abends ist unzweifelhaft Rolando Villazón, der nicht nur betörend singt, sondern auch ein veritables komisches Talent hat, das man in seinen vielen tragischen Rollen ja nie zu Gesicht bekommt. Treuherzig, clownesk und schmachtend - Villazón zeigt uns, wie viele Facetten in diesem Nemorino stecken können. Seine kongeniale Partnerin ist Anna Netrebko mit geschmeidiger und unangestrengter Gesangslinie.
Welch‘ eine herrliche DVD.
Sänger, die erstklassig sind und eine
Aufführung, die nicht durch die kranke Phantasie und Gedanken-Onanie-Versuche
auf Bühne eines Regisseurs verunstaltet wurde. Da stimmt einfach alles. Es ist
in der heutigen Zeit geradezu ein Wunder, dass einem eine solch schöne
werkgetreue Aufführung gegönnt wird.
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