Sonntag, 13. März 2016

14.03.2016 - Ein heftiger Wahltag

Diese Wahlen in deutschen Ländern waren spannender als manche Shakespeare Komödien-Tragödien. Ein wunderbares Polit-Schauspiel. Titel: "Die schwarze Witwe hat wieder gnadenlos zugeschlagen". Oder anders gesagt: Die Politik der Kanzlerin, vor allem ihre Flüchtlingspolitik, ist für die CDU-Niederlagen verantwortlich - so die CSU treffend.

Diese Wahl war besser als viele TV-Serien. Obwohl - diese Wahlen genauer betrachtet - sind eine deutsche Polit-Serie.
 

Bei der baden-württembergischen Landtagswahl vor fünf Jahren hatten Grüne (24,2 %) und SPD (23,1 %) eine knappe Mehrheit im Landtag bekommen – und wählten nicht den Chef der stärksten und neuen CDU-Fraktion (39,0 %) zum Ministerpräsidenten, sondern Winfried Kretschmann. Den Boss der Spätzle-Grünen. Das war gemein, aber politisch klug gehandelt.
 

Jetzt - am Wahlsonntag, 13. März 2016, wurden die Grünen (30,3 %) im Ländle zur stärksten Fraktion – und wollen jetzt eine neue Koalition bilden.
 

Nicht mit der SPD (12,7 %), weil die zu wenig Stimmen im Landtag zusammenbringt. Das gibt keine Regierungsmehrheit zusammen.
 

Eine Mehrheit haben im neuen Stuttgarter Landtag die Fraktionen aus CDU (27,0 %), SPD (12,7 %) und FDP (8,3 %).
 

Die Liberalen sagten ja vor der Wahl deutlich, dass sie möglichst eine Koalition mit den Christdemokraten bilden wollen – nach der Wahl.
 

Jetzt geht es also um die Sozis. In der babylonischen Gefangenschaft unter den Grünen sind sie gnadenlos untergangen.
 

Das sollte in der neuen CDU-SPD-FDP-Koalition im Ländle nicht wieder geschehen. Dafür müssen die Sozis hart arbeiten.
Nun gilt in der Demokratie: Mehrheit ist Mehrheit. So ist das üblich - in der Demokratie.
 

In den nächsten Tagen und Wochen werden unsere Parteien in Stuttgart zeigen, ob wir kluge oder dumme Politiker gewählt haben - oder nur Dummköpfe in Stuttgart verhandeln.
 

Und es wird sich zeigen, ob die Sozis geborene Selbstmörder oder denkende Politiker sind.

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