Der TV-Sender 3Sat (Sonntag, 21.50 Uhr, Mediathek) hatte den
schwedischen Film „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ gesendet.
Gedreht nach dem wundersam-schönen Bestseller von Håkan Nessers. Regie
Martin Asphaug.
So wunderbar und mit schönen Bildern (aus Schweden)
gedreht – als wäre es ein Film von Ingmar Bergman. Man merkt:
Schauspieler, Regisseur, und alle anderen auch - lieben Filme.
Das
zärtliche, nicht aufdringliche (distanziert
mit Gesten und liebevoll-warmen Worten) Drama ist ehrlich wie ein
Edelstein, fast schon ein Krimi (aufgedeckt mit einer tastenden
Wahrheitsuche in diesem jungen Leben).
Erzählt wird die Geschichte von
14 Jahre alten Schülern - und einem großen Bruder, Journalist und
Schriftsteller – eine Geschichte, die im Sommer 1962 spielt. Ich war in
diesem Jahr auch vierzehn Jahre alt -allerdings in Deutschland.
Das
war ein Sommer ... im Jahre 1962 – in dem „das glitzernde und funkelnde
Jetzt“ greifbar war.
Wer sich an seine Jugend aus dieser Zeit erinnern
kann, der weiß - der Traum vom Leben sollte sein: „... das Leben soll
sein wie ein Schmetterling in einem Sommertag“.
In dieses
„glitzernde Jetzt“ dringt das dumpfe Erwachsensein - mit heftiger und
existentieller Brutalität. Ein wunderbarer und wichtiger Film aus
Schweden - ein Film, der zu meinen Lieblingsfilmen gehört.
Die
Filmkritik: „Romanverfilmung, die beiläufig-lakonisch die Geschichte
eines alles verändernden ›Schrecklichen‹ entwickelt. Die konzentriert
reduzierte, kleinteilige Erzählweise des Buchs gibt konsequent den Takt
vor; auch dank der beiden ausgezeichneten Hauptdarsteller eine
atmosphärisch dichte Initiationsgeschichte von liebevoller
Detailgenauigkeit.“
Diesen FILM muss man unbedingt gesehen haben ...
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