Dienstag, 31. Mai 2016

31.05.2016 - Kim Novak

Der TV-Sender 3Sat (Sonntag, 21.50 Uhr, Mediathek) hatte den schwedischen Film „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ gesendet. Gedreht nach dem wundersam-schönen Bestseller von Håkan Nessers. Regie Martin Asphaug. 

So wunderbar und mit schönen Bildern (aus Schweden) gedreht – als wäre es ein Film von Ingmar Bergman. Man merkt: Schauspieler, Regisseur, und alle anderen auch - lieben Filme. 

Das zärtliche, nicht aufdringliche (distanziert mit Gesten und liebevoll-warmen Worten) Drama ist ehrlich wie ein Edelstein, fast schon ein Krimi (aufgedeckt mit einer tastenden Wahrheitsuche in diesem jungen Leben). 

Erzählt wird die Geschichte von 14 Jahre alten Schülern - und einem großen Bruder, Journalist und Schriftsteller – eine Geschichte, die im Sommer 1962 spielt. Ich war in diesem Jahr auch vierzehn Jahre alt -allerdings in Deutschland.
Das war ein Sommer ... im Jahre 1962 – in dem „das glitzernde und funkelnde Jetzt“ greifbar war. 


Wer sich an seine Jugend aus dieser Zeit erinnern kann, der weiß - der Traum vom Leben sollte sein: „... das Leben soll sein wie ein Schmetterling in einem Sommertag“.

In dieses „glitzernde Jetzt“ dringt das dumpfe Erwachsensein - mit heftiger und existentieller Brutalität. Ein wunderbarer und wichtiger Film aus Schweden - ein Film, der zu meinen Lieblingsfilmen gehört.
 

Die Filmkritik: „Romanverfilmung, die beiläufig-lakonisch die Geschichte eines alles verändernden ›Schrecklichen‹ entwickelt. Die konzentriert reduzierte, kleinteilige Erzählweise des Buchs gibt konsequent den Takt vor; auch dank der beiden ausgezeichneten Hauptdarsteller eine atmosphärisch dichte Initiationsgeschichte von liebevoller Detailgenauigkeit.“
 

 Diesen FILM muss man unbedingt gesehen haben ...

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