TAGESSPIEGEL heute:
"Toleranz tut (...) weh. Sie
verlangt, Fremdes auszuhalten, aber vor allem das als fremd Empfundene.
Der Begriff stammt von dem lateinischen Wort „tolerare“ und meint das
Erdulden und Ertragen von Andersartigkeit.
Tolerant kann eigentlich nur
sein, wer ein Problem hat mit dem, was andere tun. Das zum Beispiel ist
tolerant: Thilo Sarrazins Thesen ablehnen – und sich trotzdem mit ihnen
auseinandersetzen. Den Islam als rückständig kritisieren
– und Muslimen trotzdem das Recht auf freie Religionsausübung gewähren,
inklusive Minarettbauten und Muezzinrufen. Holocaustleugnung widerlich
finden – und sie trotzdem nicht verbieten.
Für das Recht auf körperliche
Unversehrtheit eintreten – und bei religiös begründeten Beschneidungen
von Jungen eine Ausnahme machen.
Frauenfeindlichkeit und Homophobie
verdammen – und der Katholischen Kirche trotzdem nicht das Recht auf
Verbreitung ihrer Lehre bestreiten. Die Weigerung einiger muslimischer
Männer, Frauen zur Begrüßung die Hand zu geben, nicht als eindeutigen
Beweis ihrer Integrationsunfähigkeit werten."
Und eine Politik und
einen Journalismus der deutschen Gouvernanten widerlich und
undemokratisch zu finden, und trotzdem keine Revolution zu machen ...
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