Freitag, 6. Mai 2016

06.05.2016 - Am Nesenbach

Als Caesar in Gallien gegen die Kelten kämpfte, da wünschte viele Senatoren in Rom seine Niederlage. Damit wäre auch seine Karriere in Rom beendet. Es kam anders. Caesar gesiegte die Kelten – und stellte seine Widersacher in Rom kalt. Fast kalt.
 

Das erinnert mich immer daran, wenn ich an den Kämpfles in der schwäbisch-badischen CDU. Der CDU-Generalsekretär Thomas Strobl verlor 2011 den Landtagswahlkampf. Und die Ohnmacht, in diese die Union im Ländle fiel, ließ er sich zum Landesvorsitzende wählen. Der Ministerpräsident / Landesvorsitzende Mappus hatte den Bettel hingeworfen.
 

Strobl - der Kojote der sterbenden CDU-Elite im Ländle. Und als die Union einen neuen Spitzenkandidaten suchte, verbiss sich Strobl an der röchelnden Partei – und versuchte Kontakte in der Presse – von Spiegel, Süddeutsche, SWR und bis zur Bunte – zu mobilisieren. Das klappte – aber das Rentner-Volk der CDU wählte den Provinz-Fürsten Guido Wolf.
 

Im Landtagswahlkampf hielt sich Strobl zurück – nur als Angela Merkel den CDU-Kampf an die Wand fuhr, war er dabei – und schrie: „Attacke gegen Grünrot.“
 

Aber die Union purzelte um 12 Prozentpunkte – und landete bei 27 Prozent. Zusammen mit Guido Wolf faselte Thomas Strobl von einer Niederlage von schwarzrotgelben Koalition.
 

Bis dem begriffsstutzige Strobl seine Flüsterer in seinen Presse-Freundschaften (vor allem im Staatsrundfunk SWR) deutlich sagte: Grünschwarz ist angesagt. Und als ihm der Anruf aus dem Kanzleramt in Berlin brutal sagte – er soll seine dummen Sätze im Fernsehen lassen, da hatte der „kleine Tom“ kapiert, was Sache ist.
 

Und „der kleine Tom“ schrie seinen Freunden – wenn die Türen geschlossen waren – ins Ohr: „Attacke auf Guido Wolf, der Verlierer.“
 

Seit dem 14. März 2016 brüllen, flüstern und brummen, kreischen seine Freunde aus Presse, Wirtschaft, CDU in jedes Mikrofon und Telefon: Guido muss weg – Thomas Strobl muss Stellvertreter. Und meinen, der Strobl muss es werden: Politischer und schwarzer Papst im Ländle … wenn der grüne Kretschmann durch Intrigen in die Enge gedrängt wurde, abgetreten ist.
 

Dass der Verlierer Wolf gekillt wird, dass ist in der CDU normal. Dass er durch Strobl, den er zuvor beim CDU-Mitglieder-Entscheid geschlagen hatte, und seine Truppen gejagt - und demnächst politisch getötet werden soll … das ist in der CDU ebenfalls normal. 

Der Schrapnelllieferant Stefan Wolf, ein enger Oettinger- Vertrauter, hat sich als Wirtschaftsfeind für Wolf erklärt. Jetzt muss Strobl erklären, dass sich Interessenvertreter (CDU-Mitglied) bei der CDU ihre genehme Minister elbst heraussuchen. Oder hat er das im Strobl-Auftrag gemacht?
 

Egal wie … die Grünen sind in ihrer Politik geschlossen - wie eine stalinistische Partei ... die Ländle-CDU unter Strobl kurvte wie eine Chaos-Truppe durch die Gegend, die täglich wird die CDU von höchsten Freunden bombardiert ... zur Freude der Wähler. Denn jetzt zeigt es sich deutlich: Es wurde richtig gewählt ...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen