Der liberale
Philosoph Peter Sloterdijk hat mit scharfen Worten mit der Flüchtlingspolitik
der Kanzlerin abgerechnet. Die sieben spannendsten Aussagen von Sloterdijk:
1. Sloterdijk
erwartet, dass Merkel ihre Flüchtlingspolitik ändert. "Die Politik der
offenen Grenzen kann final nicht gut gehen. Merkel wird zurückrudern."
2. Die deutsche
Regierung habe sich "in einem Akt des Souveränitätsverzichts der
Überrollung preisgegeben. Diese Abdankung geht Tag und Nacht weiter."
3. In Deutschland
herrsche ein überholtes Verständnis von Grenzen. Man glaube immer noch, „eine
Grenze sei nur dazu da, um sie zu überschreiten“. Innerhalb Europas schere
Deutschland damit aus.
4. Sloterdijk
erwartet, dass die Europäer früher oder später eine effiziente gemeinsame
Grenzpolitik entwickeln werden. "Es gibt schließlich keine moralische
Pflicht zur Selbstzerstörung."
5. Dem Nationalstaat
prophezeit Sloterdijk „ein langes Leben“. Er sei das einzige politische
Großgebilde, das bis zur Stunde halbwegs funktioniere. „Als lockerer Bund hat
die EU mehr Zukunft, als wenn sie auf Verdichtung setzt.“
6. Migration sei das
Megathema des 21. Jahrhunderts, sagte Sloterdijk: "Zwei Milliarden
Menschen werden von ländlichen Gebieten in die urbanen Ballungsräume ziehen,
eine Milliarde Menschen werden versuchen, aus den Armutszonen in den
Wohlstandsraum zu gelangen."
7. Kritik übt der Philosoph auch am Zustand der Medien wie der Politik
im allgemeinen. „Der Lügenäther ist so dicht wie seit den Tagen des Kalten
Kriegs nicht mehr.“ Im Journalismus trete die „Verwahrlosung“ und die
„zügellose Parteinahme allzu deutlich hervor“. Das Bemühen um Neutralität sei
gering, „die angestellten Meinungsäußerer werden für Sich-Gehen-Lassen bezahlt,
und sie nehmen den Job an.“
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