Sonntag, 3. Januar 2016

03.01.2016 - Recherche

Gaffenberg und Flüchtlinge, Sonntag, 03.01.2016, 13.50 bis 15.30 Uhr

13.50 Uhr am Heilbronner Gaffenberg-Gelände Evangelischen Kirche, in der momentan Flüchtlinge untergebracht sind. Zwei Polizeiwagen rasen mit Blaulicht durch die Straße zum Gaffenberg. Im Gelände der Evangelischen Kirche rennen Flüchtlinge aufgeregt herum. Ein Radfahrer in vollem Dress informiert gestenreich die ausgestiegenen Polizeibeamten. 


Wenige Minuten später rennen Polizisten auf den Weinbergwegen herum – fragen Spaziergänger. Polizeiwagen rasen auf den Weinbergwegen. Ein Rotkreuz-Auto rast mit Martinshorn über die Weinbergwegen – wird zum Gaffenberg-Gelände weitergeschickt. 

14.30 Uhr taucht ein Hubschrauber auf – sucht irgendetwas in den Weinbergen. Als ich gegen 15.30 Uhr meinen 9-Kilometer-Waldlauf beendet hatte, ist auch das Geräusch des Hubschraubers verschwunden. 

Am Eingang des Gaffenberg-Geländes stehen Flüchtlinge – und ein Polizist. Und der Blick in die „Heilbronner Stimme“: Sie weiß auch nix. Das nennt man provinziellen Profi-Journalismus. Weil die Polizei nichts sagt.

Recherche ist angesagt. Einfach hinfahren und Flüchtlinge und Spaziergänger fragen. Es waren viele unterwegs ... Das alles kostet Geld, sehr viel Geld - Steuergeld: 2 Polizei-PKWs, 1 Polizei-Bus, 1 Rotkreuz-Bus, 1 Polizei-Hubschrauber ...

Heilbronner Polizei, 4.1.2013: "Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde ein Mann am Sonntag nach einer Messerstecherei in der Flüchtlingsinterkunft auf dem Heilbronner Gaffenberg ins Krankenhaus gebracht. Gegen 13:50 waren ein Iraner und ein Algerier in Streit geraten, der Algerier stach dem Iraner mit einem Küchenmesser in die Brust. Dann flüchtete der Täter. Das Opfer ist zwischenzeitlich außer Lebensgefahr."

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