Sonntag, 24. Januar 2016

23.01.2016 - Christliches Chaos

Der CDU-Ministerpräsidenten-Kandidat für die Landtagswahl am 13. 03.2016, Guido Wolf, ist nah bei den Bürgern – sagen CDU-Wahlkämpfer. Wichtig sei es ihm, die Sorgen und Ängste der Bürger ernst zu nehmen. Die meisten Bürger und die Basis der CDU im Ländle seien nicht rechtsradikal.

Aber neun von zehn CDU-Wählern würden den Flüchtlingskurs Angela Merkels nicht mehr mittragen.

Quatsch! Sagt ein zweihundertprozentiger CDU-Funktionär aus Berlin dazu. Die Mehrheit in der CDU stehe voll hinter Merkel. 

Demokratie zeigt sich im Respekt vor gewählten Repräsentanten. Basta.

Ich als ungebundener Wähler sage schlicht: Dank der Merkel-Politik gibt es ein CDU-Desaster in Baden-Württemberg – siehe die letzte ZDF-Wahlumfrage: CDU 34 Prozent; Grüne 28 Prozent; SPD 15 Prozent; AfD 11 Prozent; FDP 6 Prozent; Linke 3 Prozent.

Das wird nicht sehr lustig – am 13. März – und wie ich jetzt im TAGESSPIEGEL-Kommentar lese – auch Juden sind sauer: "Eine Welt ohne Grenzen ist eine gefährliche Utopie. Über den Weg, den Angela Merkel eingeschlagen hat, bin ich entsetzt. Das geht vielen Juden hier so. Einige wollen das Land verlassen."

Bert Brecht sagt dazu: „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“
Übersetzt: Manche Tatsachen und Meldungen schlagen im Leben oftmals wie Bomben ein - wie einst die NSDAP-Mitgliedschaft von Walter Jens oder Erhard Eppler. Manche Literatur-Studenten und die meisten Sozis waren völlig perplex.

So ist – auch für manche Heilbronner Karrieristen ist seine Parteikarriere nur noch als Parteihängsel feststellbar. Vor allem wenn sie jedes Argument in ihrer CDU als "Quatsch" runterbrüllen.

Da helfen schmierige Freundschaften zu ehemaligen Ministern, Parteivorsitzenden, Staatssekretäre auch nicht mehr. Ordinär ist ordinär – auch in der CDU.

Das war bei den Kommunisten oder Nazis in Deutschland genauso – eigentlich sind das typische Diktatur-Karrieren. Und ich hatte gedacht, die CDU sei eine demokratische Partei.

Naja – die CDU-Funktionäre aus Berlin haben halt kaum mehr Kontakte zur Basis. Insofern verständlich. Wer als Partei-Sklave bezahlt wird - der muss brüllen, tanzen, schnurren wie die Parteivorsitzende wünscht. Sozusagen Propaganda-Sklave.

Mein Blitzgedanke: Was ist der große Unterschied von der SED von Erich Honecker zur CDU der FDJ-Sekretärin a. D. Angela Merkel? Das Geplapper mancher CDU-Mitglieder (auch bei facebook) hört sich dieser Tage so an, als stünde die CDU kurz vor dem Aus - wie einst die SED im Jahre 1989.

Andererseits, wenn einige Taschen-CDU-Mafiosi aus Baden-Württemberg und in Berlin dachten, sie werden Minister oder Staatssekretär unter einem Ministerpräsidenten Thomas Strobl, dann verstehe ich die Aufgeregtheiten schon. Auch Journalisten sollen darunter sein.

Und wenn ich dazu die Schäuble- der letzten Tage (Bürgersteuererhöhung) in meinem Ohr klingeln, dann verstehe ich mehr.
Die Wolfgang-Schäuble-Gemeinheiten gegen den CDU-Kandidaten Guido Wolf – sind das Stricken für eine schwarz-grüne Regierung unter Schwiegersohn Thomas Strobl zustande kommt.

Dazu muss allerdings die CDU nach der Wahl am 13.03.2016 kurz über 30 Prozent liegen - und die Grünen kurz unter der 30-Prozent-Grenze liegen, Guido Wolf muss entnervt wegen der CDU-Niederlage zurücktreten … das ist das gemeine Ziel der Gladiatoren-Generals Wolfgang Schäuble.

Oder vielleicht: Das ist der Geheim-Auftrag von Angela Merkel an Wolfgang Schäuble. Um drei schwarz-grüne Koalitionen zu haben: Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen. Mit der Hoffnung auf Berlin.

Die „schwarze Witwe“ Merkel hatte wieder zugeschlagen.

Aber, aber - der Schäuble hat ja schon unter Kohl gehetzt, später auch gegen Merkel - und trotzdem hat der Schäuble nie richtig gepfiffen. Er ist zu schwach und charakterlos, um deutscher Kanzler zu werden. Und sein Schwiegersohn? Der Vize-Merkel. Wir werden sehen.

Eigentlich … Wir haben das alles ähnlich schon erlebt - Willy Brandt und seine SPD, Helmut Schmidt und seine SPD. Kanzler, die keine Mehrheiten mehr hatten. Dagegen war Helmut Kohl ein guter Kanzler. Der kannte seine Freunde und auch seine Feinde sehr genau - und konnte ihnen begegnen - mit voller Rüstung. Und er hat gekämpft.

Im Gegensatz zu Merkel und Schäuble, die nur intrigieren. Die Europa an den Rand des Chaos gebracht haben.

Ist die "CDU in Baden-Württemberg" ein Drama, eine Tragödie von Shakespeare? Voller Idealisten, tapferer Kriegern, edler Frauen, schöner Hexen, gerissener Schurken, raffinierter Dieben, gemeiner Fallenstellern und derber Spaßmachern? Aber sicher.

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