Ich kann mich an einen seltsamen
Theaterabend erinnern, in dem ein Schauspieler aus der DDR dem FAZ-Kritiker
Gerhard Stadelmaier den Block entriss und lautstark höhnte ... zur Freude
gewisser linker Theater-Macher ... das war nicht nur sehr peinlich, sondern
auch sehr "revolutionär".
Ich war damals sehr erschüttert.
Stadelmaier hat wunderbare Werte - Theaterwerte; er war sehr tief verletzt. Ich
habe jetzt nochmals alles nachgelesen - für mich ist das heute ein
Terrorangriff auf die deutsche Theaterkritik ...
Kurt Schumacher hat die
DDR-Kommunisten als rotlackierte Nazis bezeichnet ... ich würde den besagten
Schauspieler heute auch noch als rotlackierten Nazi bezeichnen.
Damals begann
der Niedergang der deutschen Theater-Kultur.
Zynisch gesagt - siehe ... die
Beleidigung des Publikums durch zerstörende Regisseure - denen die Stücke
völlig egal waren, Hauptsache sie konnten mittels der deutschen Klassik geistig
onanieren ...
Tradition und die Bewahrung der
deutschen Kultur (Klassik) sind diesen Regisseuren - scheint es - egal ...
Zerstörung ist für sie eine gewisse Lust.
Insofern - diese Theaterkultur
ist nicht mehr durch Steuergeld unterstützenswert, diese Theaterkultur soll
seine Zuschauer auf dem Markt suchen.
Publikum und Schauspieler? Nach
dem Motto: Pack schlägt sich, Pack verträgt? Oder - die Kommunikation ist
grausam gestört...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen