Mittwoch, 20. Januar 2016

20.01.2016 - Tiefrot

Bin ich tiefrot, wenn die Ansichten von Lafontaine-Wagenknecht gut finden? - Siehe auch die WELT:
Über Jean Jaurès führte Lafontaine die versammelte linke Parteiprominenz nun nach Rom und schloss als einstiger Jesuitenschüler aus Saarlouis "den Bischof in Rom" in die Arme. Papst Franziskus habe gesagt, "dieses System" müsse Krieg führen, um zu überleben. Stimmt. Wörtlich sagte der Papst im Juni vergangenen Jahres der spanischen Zeitung "La Vanguardia": "Ich glaube, wir sind in einem Weltwirtschaftssystem, das nicht gut ist. … Wir haben das Geld in den Mittelpunkt gestellt, den Geldgott. Wir sind dem Götzendienst des Geldes verfallen. Wir schließen eine ganze Generation aus, um ein Wirtschaftssystem aufrechtzuerhalten, das nicht mehr zu ertragen ist. Ein System, das Krieg führen muss, um zu überleben. … Aber weil man keinen Dritten Weltkrieg führen kann, führt man eben regionale Kriege."
Auf den Spuren des Papstes wanderte Lafontaine vom Krieg zum Terror, kramte eine Terrorismusdefinition aus deutschen Gesetzestexten hervor: "Terrorismus ist die rechtswidrige Anwendung von Gewalt, um politische Ziele durchzusetzen", sagte er und folgerte, demnach sei George W. Bush einer der größten Terroristen, weil er rechtswidrig in den Irak einmarschiert sei. Auch das kam prima an. So mancher konnte sich das Lachen nicht verkneifen.
Schließlich verurteilte Lafontaine die Anschläge in Frankreich. Er sagte, es seien aber nicht irgendwelche Syrer gewesen, die dort gemordet hätten, sondern Franzosen aus den Banlieues seien die Terroristen. "Und trotzdem gehen sie hin und bombardieren Syrien. Das ist eine große Schande. In Syrien kommen tagtäglich 200 Menschen um. … Wann begreift die politische Klasse endlich, dass auch die Mütter in Damaskus und in Rakka um ihre Kinder weinen …", sagte Lafontaine.
So dumm ist diese "verschwurbelte Erklärung für Terror" nicht - sondern (wie ich meine) recht klug, lieber Herr Lafontaine ... nur jene, die ihr verschmiertes Geld an dem arabischen Bürgerkrieg verdienen, regen sich auf ... wie zum Beispiel Medienhäuser, Waffen-Konzerne, Auto-Konzerne, etc. 
Diese Volksfront-Spießer werden sich jetzt wieder  fürchterlich aufregen, weil all das nicht in ihre süßliche Denke und Propaganda nicht passt...

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