Schmutzige linke Finger
Wer nun aber so schlampig arbeitet, als
ginge es in der Politik und Gesellschaftskritik zu, wie im
Agenturmeeting, wenn es darum geht, etwas Spaßiges für Opel zu erdenken,
wo dann ein paar bekiffte Ideen hin und her geschleudert werden, bis so
denkwürdige Wortkombinationen wie diese hier vom Scholz-Schreibtisch
beim sicher bedäppert schauenden Kunden landen: „Da fliegen dem Frosch
die Locken weg! Ready. Set. Blow!“ der glaubt, er käme mit jedem Mist durch. ...
Aber Hensel macht es, wie es kleine Kinder machen, die einfach nicht
kapieren wollen, dass sie mit schmutzigen Fingern in der Zuckerdose
erwischt wurden, er leugnet: „Ich habe alles richtig gemacht.“ Und auf
die so überdreht pathetisch wirkende Frage des Reporters, ob er den nun
sein Leben dem Kampf gegen Rechts widmen würde antwortet der naive
Idealist #keingeldfürrechts-Hensel:
„Ich würde die Formulierung ‘Kampf gegen Rechts’ ungern benutzen.“ Er
hätte aber „ein großes Interesse an dem Thema ‘manipulative Knoten’ im
Netz. (…) Die eine Hälfte Deutschlands denkt, ich bin Gott, die andere
denkt, ich bin der Teufel. Wahrscheinlich stimmt beides nicht.“
Nein,
lieber Herr Hensel, die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Gott sind, ist
tatsächlich gering. Dass Sie hingegen einen gehörigen Knoten in den
Synapsen haben, ist hingegen wahrscheinlicher. Auch der Teufel dürfte
über Ihre Anmaßung beleidigt sein. Wer von Ihnen halten könnte, was ein
anderer über einen Dritten „mit Verlaub“ gesagt hat, weiß ich nicht. Sie
aber vielleicht.
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