"Bayern gelang es mit einem
geschickten Seitenwechsel 1813, auf die Siegerseite der napoleonischen
Kriege zu gelangen, und wurde beim Wiener Kongress mit der Erhebung zum
Königreich und mit neuen Untertanen in Franken belohnt. In der Folge
brachten die Könige all das schöne, frische Geld ihrer Untertanen lieber
mit Luxusbauten, Schönheitengalerien, Museumsankäufen, Frau Lola
Montez, Freibier und Revolutionen in Griechenland durch, statt sich
nochmal dem Militär hinzugeben, von dem man nach all den Schlächtereien
wirklich genug hatte. Man baute in meiner dummen, kleinen Heimatstadt
eine immens teure und nur für unser Familienvermögen nicht sinnlose
Defensivstellung, und kümmerte sich kaum um Themen wie Kanonen oder
Gewehre. Das rächte sich 1866, als die Preussen mit dem Mainfeldzug
begannen und Bayern überfielen."
Don Alphanso (FAZ/Blog)
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